Das Problem ist gelöst, Kutter Transportbeton konnte seine Effizienz steigern – komfortabel und bei voller Kontrolle mit der innovativen Wasseraufbereitung von AJF. Anfang Dezember 2020 hat die neuartige Technologie in Darast/Woringen bei Memmingen den Betrieb aufgenommen und sorgt seitdem für konstante Restwasserdichte und Frischwasserersparnis.
Unternehmen Kutter: Hoch-, Tief- und Straßenbau, eigener Transportbeton
Kutter, das sind fast 100 Jahre Hoch-, Tief- und Straßenbau, Schlüsselfertigbau und Beton-Fertigteilbau, plus Schwarzdeckenbau und Bitumen-Mischanlagen. Eine eigene Produktion für Transportbeton sichert die Unabhängigkeit von Zulieferern. Betone, die Kutter übrigens auch nach Österreich liefert – und die der ÖNORM B 4710-1 in den Festigkeitsklassen C 8/10 bis C 35/45 gerecht werden. Heute leiten die Enkel des Gründers, die Gebrüder Groll, das 2.300 Mitarbeiter starke mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in Memmingen, gemeinsam mit weiteren Geschäftsleitern.
Über die Runden kommen? Nur durch konsequenten Frischwasserkonsum
Seit Ende der 1970er ist Kutter auch im Bereich Straßenbau gut aufgestellt. Auch hier lautet der Anspruch: Selbst machen, was sich selbst machen lässt.
Seit 2002 bei Kutter, ist Wolfgang Mayer am Standort Darast in Woringen für Technik und Frischbeton an der Betonanlage zuständig. „Früher sind wir einfach mit der Dichte hochgefahren,“ sagt Mayer. Über die Wintermonate sei man mit sehr konsequentem Frischwasserkonsum gerade so zurechtgekommen.
Dann kam 2020 der Auftrag für die A96, für die Autobahnbrücke. „Es war klar, da brauchen wir viel Beton, der warm wird – und entsprechend viel Frischwasser. Wie bisher über die Runden zu kommen, schien nicht machbar. Ein weiteres Problem stellte das Wiederverwenden unserer Recyclingmasse dar.“
Problem: Wasserdichte gewährleisten, auch im Winterbetrieb
Um die Wasserdichte auch im Winterbetrieb zu gewährleisten, suchte die Geschäftsleitung nach einer Lösung: Im letzten Winter war die Restwasserdichte sehr hoch. Also überlegte man bei Kutter: Warum pumpen wir das Recyclingwasser nicht in einen separaten Container und lassen es 24 Stunden dort liegen? Das Frischwasser ließen wir oben wieder ablaufen. Etwas, das im Prinzip recht gut funktioniert. Es sei denn, der Betonschlamm ist zu nass, um entsorgt zu werden.
„Bei der Recherche im Internet stießen wir auf die Firma AJF,“ erzählt Wolfgang Mayer.Schnell wurde Kontakt aufgenommen: Konnte AJF das Problem lösen? Mayer hebt die Vorteile der wintertauglichen Zementwasser-Aufbereitungsanlage hervor. Probleme mit überschüssigen Recyclingwasser träten nur auf, wenn Minusgrade herrschten und der normale Betonausstoß nicht so hoch sei. Der Anspruch: Gewährleisten, dass die Wasserdichte bei einem Wert von 1,05 bis 1,06 gut gehalten wird, um die gewünschte Betonkonsistenz zu gewährleisten. „Zu hohe Restwasserdichte sorgt für Ablagerungen in der Anlage, in den Wasserleitungen und in der Wasserwaage – und ist zum Nachteil bei der Herstellung von Beton.„
Funktionsweise der Wasseraufbereitung im Container
Das AJF-Verfahren der Wasser-Dichte-Standardisierung arbeitet mit intelligenter, robuster Steuerungstechnik, die vollautomatisch nach DIN EN 1008 für eine konstante Wasserdichte sorgt. Der maximale Dichtewert wird zuverlässig erfasst und durch eine gezielte Entnahme von Sedimenten oder durch Frischwasserzugabe gesenkt. Erforderliche Dichtewerte können mit der Anlage CWAS frei vorgewählt werden.
Statt viel Geld für Entsorgung auszugeben, kommt ein Großteil der Sedimente über das Recyclingwasser dank der CWAS erneut in der Betonproduktion zum Einsatz.
AJF Restwasseraufbereitung: Individuell zugeschnitten
Das modulare System lässt sich nach Bedarf erweitern. Die fertige Anlage trifft vormontiert ein, damit Betonproduzenten per Plug & Play gleich durchstarten können. Die saubere Kompaktlösung spart Wasser, Energie und Personalkosten. Wolfgang Mayer von Kutter Transportbeton dazu: „AJF ist am 4. Dezember gekommen, hat den Container aufgestellt und alles kurz verrohrt. Am 8.12. haben wir das erste Recyclingwasser gepresst – alles lief ab diesem Moment fehlerlos.“
Wasserdichte kann konstant gehalten werden
Nach dem ersten Winter habe Kutter mit Restwasser und Betonschlamm keinerlei Probleme mehr. „Wir können unsere Wasserdichte ohne Probleme auf einem Wert von 1,05 bzw. 1,06 halten und haben einen absolut geschlossenen Kreislauf,“ freut sich Mayer. So sei man beim Thema Recyclingwasser nicht länger auf Zusatzbeton angewiesen. Dieses Problem sei gelöst. Und fügt hinzu: „Ich kann die Anlage von AJF nur weiterempfehlen, die arbeitet fehlerfrei. Jeder, der mit Recyclingwasser zu tun hat, sollte eigentlich eine solche Anlage zur Wasseraufbereitung haben. Egal, ob Transportbeton, ob Fertigteilwerk – es ist einfach ein entspanntes Arbeiten!“